Viele glauben, ein Gerüstbauprojekt beginnt erst auf der Baustelle. Für mich startet es viel früher – an einem Punkt, den kaum jemand sieht, der aber über alles entscheidet: die Vertragsprüfung.
Wenn eine neue Anfrage reinkommt, öffne ich als Erstes genau diesen Bereich in unserer Projektplattform. Zwei Schritte markieren für mich den echten Beginn eines Projekts:
- Vertragsprüfung
-
Freigabe des Bauvertrags
Ohne diese beiden Schritte beginnt kein Projekt. Und das ist gut so.
Warum die Vertragsprüfung so wichtig ist
Bevor ich etwas plane oder mit dem Aufbau beginne, muss ich wissen, auf welcher Basis das gesamte Auftragsverhältnis steht. Das bedeutet für mich, die vereinbarten Leistungen zu verstehen und die wesentlichen Punkte des Bauvertrags sauber zu prüfen. Was gehört wirklich zum Auftrag? Welche Besonderheiten gibt es? Was könnte später zum Stolperstein werden?
Nur wenn dieser Teil klar ist, kann ein Projekt sauber laufen. Unklare Verträge führen später fast immer zu Diskussionen oder Missverständnissen – und das kostet Zeit, Geld und Nerven für alle Beteiligten.
Die Freigabe des Bauvertrags durch die Geschäftsführung
Nachdem ich die Vertragsprüfung abgeschlossen habe, geht der Bauvertrag an unsere Geschäftsführung. Dort wird er final geprüft und freigegeben. Erst dann ist das Projekt offiziell bestätigt und ich kann in die Planung und Vorbereitung gehen.
Für mich bedeutet dieser Moment den Startschuss. Ab diesem Punkt bekommt das Projekt Richtung.
Was viele nicht sehen
Der Projektstart ist kein spektakulärer Moment. Kein Material, kein Team, kein sichtbarer Fortschritt. Nur ein Projektleiter, der sich in Ruhe ein Bild macht und für Klarheit sorgt.
Hier fallen die Entscheidungen, die später den Unterschied machen – zwischen einem reibungslosen Ablauf und einem Projekt, das dich wochenlang beschäftigt. Deshalb nehme ich mir dafür bewusst die Zeit, die es braucht.
Wie läuft es bei dir?
Startest du ein Projekt bewusst und Schritt für Schritt, oder geht es bei dir direkt ins Tagesgeschäft? Schreib mir deine Gedanken in die Kommentare.
Marcus Muschke