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Allgemeine Themen / 13. April 2026

Warum ich heute einen Auszubildenden kündigen musste – und warum das wichtig war

Bild: Gemeinhardt Service GmbH – KI generiert

Warum ich heute einen Auszubildenden kündigen musste – und warum das wichtig war

Heute war kein guter Tag. Kein Tag, den man gern teilt. Und ganz sicher kein Tag, an dem man sich leicht fühlt.

Ich musste heute einen Auszubildenden kündigen.

Das ist nichts, worauf man stolz ist. Aber es ist etwas, wozu man stehen muss, wenn man Ausbildung ernst nimmt.

Bei der Gemeinhardt Service GmbH legen wir großen Wert auf unsere Werte:

  • Respekt.
  • Verlässlichkeit.
  • Verantwortung.
  • Der Umgang miteinander.
  • Haltung.

Diese Werte sind für uns kein Aushang an der Wand. Sie sind die Grundlage unserer Zusammenarbeit.

Und ja, wir sind bereit, dafür mehr zu investieren als notwendig: mehr Zeit, mehr Energie – und auch mehr Geld.

Wir tun das bewusst. Weil wir glauben, dass Ausbildung ein Beitrag zur Gesellschaft ist.
Weil wir jungen Menschen nicht nur einen Beruf, sondern auch Orientierung mitgeben wollen.

Mehrere Chancen. Klare Gespräche. Klare Grenzen.

Die Kündigung kam nicht plötzlich.

Es gab Gespräche.
Es gab Ermahnungen.
Es gab Abmahnungen.

Und es gab immer wieder die klare Erwartung, sich an unsere gemeinsamen Regeln zu halten.

Diese Regeln dienen nicht der Kontrolle. Sie schaffen ein Umfeld, in dem Lernen möglich ist. In dem sich alle sicher fühlen. In dem Fairness herrscht.

Trotz aller Versuche hat sich daran nichts geändert.

Und irgendwann kommt der Punkt, an dem man Verantwortung übernehmen muss –
nicht nur für den Einzelnen, sondern für das Ganze.

Auch das ist mein Versagen als Ausbilder

Ich will ehrlich sein: Ich sehe diese Kündigung auch als Teil meines eigenen Versagens.

Als Ausbilder fragt man sich:

  • Habe ich früh genug reagiert?
  • Habe ich klar genug geführt?
  • Habe ich alles getan, was möglich war?

Diese Fragen gehören dazu. Und sie werden bleiben.

Aber Verantwortung heißt nicht, alles auszuhalten. Verantwortung heißt auch, unbequeme Entscheidungen zu treffen.

Warum diese Entscheidung notwendig war

Es gibt einen Punkt, den man nicht ignorieren darf:  Wenn Regeln für manche gelten und für andere nicht, verlieren sie ihre Bedeutung.

Die anderen Auszubildenden beobachten genau. Sie fragen sich:

  • Warum müssen wir uns an Regeln halten, wenn jemand anderes es nicht tut?
  • Warum geben wir uns Mühe, wenn es keine Konsequenzen gibt?

Um die Werte zu schützen, für die sich alle anderen entscheiden, musste ich diese Entscheidung treffen.

Nicht gegen jemanden. Sondern für die Gemeinschaft. Für die anderen Auszubildenden. Für das Team. Für das, wofür wir stehen.

Ausbildung bedeutet nicht nur fördern, sondern auch Grenzen setzen

Ausbildung ist nicht nur Geduld. Nicht nur Erklären. Nicht nur Begleiten.

Ausbildung bedeutet auch, Grenzen klar zu machen – und sie konsequent zu ziehen, wenn sie überschritten werden.

Das ist kein Zeichen von Härte. Es ist ein Zeichen von Fairness.

Denn alle, die sich anstrengen, verdienen ein Umfeld, das sie schützt.

Was ich daraus mitnehme

Dieser Tag wird mir im Kopf bleiben. Nicht als Erfolg, sondern als Erinnerung daran, wie wichtig Haltung ist.

Für mich persönlich. Für meine Rolle als Ausbilder. Und für unsere Ausbildung insgesamt.

Wir werden unseren Weg weitergehen:

  • mit klaren Werten, mit Investitionen in Menschen und mit dem Mut, auch schwierige Entscheidungen zu treffen, wenn sie notwendig sind.

Nicht, weil es leicht ist – sondern weil es richtig ist.

Wie siehst du das? Wo endet Fördern – und wo beginnt die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft?

Ich bin offen für den Austausch.

Marcus Muschke

Gerüstbauer-Leben / 30. März 2026

Ausbildung im Handwerk: Warum echtes Lernen nicht im Klassenzimmer beginnt

Bild: Gemeinhardt Service GmbH
Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Es gibt Momente in der Ausbildung, die mehr wert sind als jeder Unterrichtsblock.

Momente, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, sich beweisen und spüren, was Handwerk wirklich bedeutet.

Genau so ein Moment war das Azubiprojekt in Waldheim.

Wir hatten die Gelegenheit, ein kleines Bauprojekt mit großer Wirkung umzusetzen. Nicht wegen der Konstruktion selbst. Sondern wegen der Menschen, die es aufgebaut haben – unsere Auszubildenden.

Eigenständig.
Mit Respekt vor der Aufgabe.
Mit Teamgeist.
Mit dem Anspruch, es richtig zu machen.

So sieht Ausbildung im Handwerk wirklich aus

Nicht zwischen Schulbänken.
Nicht auf Papier.
Nicht in theoretischen Übungen, die mit der Realität nur wenig zu tun haben.

Echte Ausbildung passiert da, wo das Handwerk herkommt.: auf der Baustelle, mit Material in der Hand, mit Verantwortung auf den Schultern und der Frage:  „Wie lösen wir das gemeinsam“.

Beim Azubiprojekt in Waldheim stand genau das im Mittelpunkt.

Die Jugendlichen haben das Gerüst selbst geplant, vorbereitet und aufgebaut – unter Anleitung, aber nicht unter ständiger Kontrolle.

Sie mussten kommunizieren, mitdenken, entscheiden und einander vertrauen.

Und genau dort entsteht das, was man nicht unterrichten kann.

  • Haltung
  • Disziplin
  • Selbstbewusstsein
  • Stolz

Mehr Infos zum Unternehmen. 

Warum solche Projekte so wichtig sind

Es geht nicht nur um Gerüstbau.
Es geht darum, jungen Menschen zu zeigen, dass sie etwas können, Verantwortung tragen können und Teil eines Teams sind, das etwas schafft, was vorher nicht da war.

Wer einmal erlebt hat, wie ein Auszubildender nach dem Aufbau zurücktritt und sein Werk ansieht, weiß, was ich meine.

Dieser Moment brennt sich ein.
Er ist ehrlich.
Er ist motivierend.
Und er formt den Charakter.

Genau deshalb fördern wir solche Projekte bei Gemeinhardt Service.

Wir bilden nicht nur Fachkräfte aus.
Wir bilden Menschen aus, die Haltung zeigen.
Menschen, die sich für Sicherheit, Qualität und Zusammenarbeit einsetzen.
Menschen, die das Handwerk weiterbringen.

Mehr über Karrierechancen im Spezialgerüstbau

Ausbildung braucht Praxis – und Menschen, die sie vorleben

Für mich bedeutet Ausbildung mehr als Weitergeben von Wissen.
Es bedeutet Vorbild zu sein.
Es bedeutet Klarheit zu geben.
Und es bedeutet jungen Menschen zu zeigen, dass man ihnen etwas zutraut.

Wenn Auszubildende Verantwortung übernehmen, wächst nicht nur ihre fachliche Stärke – Ihr Mindset wächst mit.
Sie lernen, dass Arbeit nicht nur Mühe ist, sondern Wirkung hat.
Und dass es ein gutes Gefühl ist, wenn das Ergebnis sicher steht und jeder daran erkennt:
Das haben sie selbst gebaut.

Das Azubiprojekt Waldheim ist ein Beispiel für die Zukunft des Handwerks

Wir brauchen Fachkräfte, die mitdenken.
Wir brauchen Jugendliche, die spüren, warum Handwerk Sinn macht.
Und wir brauchen Unternehmen, die Ausbildung ernst nehmen und nicht nur „mitlaufen lassen“.

Bei Gemeinhardt Service tun wir genau das.
Wir bilden mit Herz aus, aber auch mit Anspruch.
Wir fordern und fördern.
Und wir geben jungen Menschen Raum, sich zu beweisen.

Waldheim war nicht nur ein Projekt.
Es war ein Zeichen.
Für die Zukunft unseres Handwerks.
Für die Fachkräfte von morgen.
Und für die Haltung, mit der wir ausbilden.

Dein nächster Schritt

Wenn du wissen willst, wie Ausbildung im Handwerk aussehen kann, die Jugendliche wirklich weiterbringt, dann bleib dran.

Oder schreib mir direkt, wenn du einen Einblick in unsere Ausbildungsarbeit möchtest.

👉 Was macht für dich gute Ausbildung aus?
30Teile es gern in den Kommentaren.

Marcus Muschke

 

Allgemeine Themen / 2. März 2026

Warum mich diese Auszeichnung besonders stolz macht

Bild: Gemeinhardt Service GmbH
Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Es gibt Auszeichnungen, die bekommt man, weil Kennzahlen stimmen.

Und es gibt Auszeichnungen, die bekommt man, weil Menschen sagen:
Ja, das fühlt sich hier richtig an.

Die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2025“ gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.

Nicht, weil sie gut aussieht.
Nicht, weil sie sich gut kommunizieren lässt.

Sondern weil sie auf dem basiert, was mir in der Ausbildung wirklich wichtig ist:
ehrliches Feedback von Auszubildenden.

Seit 2020 Ausbilder. Seit 2022 verantwortlich für die Ausbildung.

In all den Jahren war mir eines wichtiger als jedes Konzept oder jede Methode:

Dass Ausbildung sich für junge Menschen richtig anfühlt.

Diese Auszeichnung wurde auf Basis einer anonymen Befragung unserer Auszubildenden vergeben. Und genau das ist der Punkt, der mich besonders stolz macht.

Denn hier bewertet niemand von außen Prozesse oder Papier.
Hier sagen die, die es täglich erleben, wie sie ihre Ausbildung wahrnehmen.

Und genau das ist für mich der ehrlichste Maßstab.

Ausbildung ist Teamarbeit

Ich schreibe bewusst nicht: „Ich habe das geschafft.“
Denn das wäre falsch.

Diese Auszeichnung ist das Ergebnis von Teamarbeit.

Von Menschen, die Ausbildung ernst nehmen.
Die Zeit investieren.
Die zuhören.
Die begleiten.
Die fordern, ohne zu überfordern.

Ich bin stolz auf das, was wir als Team aufgebaut haben.
Und ich bin stolz darauf, dass unser Weg bestätigt wird.

Nicht durch schöne Worte.
Sondern durch echte Rückmeldungen.

Unser Stil in der Ausbildung ist kein Zufall.
Er ist bewusst gewählt:

Klar.
Strukturiert.
Menschlich.

Mit dem Ziel, junge Menschen nicht einfach durchzuschleusen – sondern wirklich zu entwickeln.

Diese Auszeichnung zeigt mir: Der Weg, den wir gehen, ist der richtige.

Warum mir das persönlich so viel bedeutet

Ausbildung ist für mich kein Zusatzthema.
Kein Nebenbei-Projekt.
Keine Pflichtaufgabe.

Sie ist Verantwortung.

Für Menschen.
Für deren Zukunft.
Für unser Handwerk.

Ich weiß, wie prägend diese Jahre sein können.
Und ich weiß auch, wie viel man kaputtmachen kann, wenn man Ausbildung nicht ernst nimmt.

Genau deshalb investiere ich Herz, Zeit und Klarheit in diesen Bereich.

Dass diese Haltung jetzt von den Auszubildenden selbst positiv zurückgespiegelt wird, bedeutet mir mehr als jede Kennzahl.

Ein Zeichen nach innen – und nach außen

Diese Auszeichnung ist für mich kein Endpunkt.

Sie ist ein Zeichen.

Nach innen, dass wir weitermachen sollen wie bisher.
Nach außen, dass Ausbildung im Handwerk dann funktioniert, wenn man sie lebt – und nicht nur verwaltet.

Und sie ist auch eine Verpflichtung:

Dranzubleiben.
Weiter zuzuhören.
Weiter zu reflektieren.
Und weiter besser zu werden.

Dankbarkeit und Stolz

Ich bin dankbar für das Vertrauen unseres Teams.
Ich bin dankbar für das ehrliche Feedback unserer Auszubildenden.

Und ich bin stolz darauf, Teil eines Unternehmens zu sein, das Ausbildung nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet, sondern als Chance.

Für mich persönlich ist diese Auszeichnung eine Bestätigung.

Nicht laut.
Nicht überheblich.

Sondern ruhig und klar:

Wir sind auf dem richtigen Weg.

Und jetzt interessiert mich deine Perspektive:

Was bedeutet für dich gute Ausbildung?
Erinnerst du dich an jemanden, der dich geprägt hat?
Oder an etwas, das dir damals gefehlt hat?

Ich freue mich über den Austausch.

Marcus Muschke

Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Bild: Gemeinhardt Service GmbH